Drehen Sie an der Windows Sicherheitsschraube?!

Windows Client bzw. Server Software kann unter der Haube mehr als Sie vielleicht erahnen.
Microsoft versucht seit einigen Jahren (und das mM. nach durchaus erfolgreich), die Sicherheit in seinen Produkten immer weiter zu verbessern.

Installiert man ein Windows oder Serverbetriebssystem, sind aber sehr viele der möglichen „Schrauben“ (sprich Einstellungen) auf Standardwerten, welche eine möglichst hohe Kompatibilität ermöglichen. Abseits der Systemsteuerung gibt es eine Unzahl von möglichen Konfigurationen, die so genannten Richtlinien.

Mit den Standardeinstellungen schenkt man sehr viel an möglicher, zusätzlicher Sicherheit her. Die Frage ist allerdings, welche Einstellungen problemlos möglich sind und welche tatsächlich eine Einschränkung seiner Systeme verursacht (bis zu „ich habe mich selbst ausgesperrt“). Im Wald der Richtlinien verliert man schnell den Überblick. Denn ganz ungefährlich ist die Sache dann doch wieder nicht. Man muss schon genau wissen was man konfiguriert.

Vor allem für Netzwerke bzw. Infrastrukturen bietet sich ein Review der Gruppenrichtlinien an. Ein sachtes anziehen der „Sicherheitsschrauben“ ist relativ leicht möglich.

Eine große Hilfe ist dabei der „Microsoft Security Compliance Manager“. Mit diesem lassen sich Baselines verschiedener Produkte laden. Dieses Tool zeigt an, was es alles für Einstellungen gibt, wie sich diese auswirken und was bei den einzelnen Einstellungen für Werte empfohlen werden. (für Laptops, Desktops, kritische Umgebungen udgl.)

Am besten geht man mit den Richtlinien sachte um. Nicht alles auf einmal, sondern schrittweise, um den Überblick zu behalten. Wichtig dabei ist, dass man sich notiert bzw. merkt, welche Einstellungen wann getroffen und „ausgerollt“ wurden, um etwaig auftretende Probleme besser zuordnen zu können. So kann es schon mal passieren, dass diverse Multifunktionsdrucker nicht mehr auf Freigaben zugreifen können, weil man die minimale Sicherheit für die Authentifizierung „nach oben“ gestellt hat… nur ein Beispiel von vielen.

Im Zweifelsfall lieber Finger weg und Standardwerte belassen. Viele der möglichen Einstellungen haben die Tendenz, mehr Schaden anzurichten als Nutzen zu bringen. Andere wiederrum sind sehr verständlich und bringen einen echten Mehrwert! Leider sind alle diese Richtlinien (obwohl es Untergruppen gibt) bunt gemischt.

Fazit: als Laie bittet man am besten einen Profi um ein Review der (Domänen-) Richtlinien. Und für Profis gibt es Tools, welche einem das Leben sehr viel leichter machen.

Windows kann (sicherheitstechnisch) sehr viel mehr als es auf den ersten Blick scheint. Mit den Standardeinstellungen wird einiges an Sicherheit leichtfertig liegengelassen. Und nicht vergessen: einige der möglichen Einstellungen sind auch für den Endbenutzer sicht- bzw. spürbar. Ordentliche Planung mit Einbeziehung der User ist ein MUSS!

 

 

Wir sind übersiedelt!

Zukünftig bieten wir unsere Services unter folgender Adresse an:

Data Management GmbH
Margarethen 33a
4020 Linz

Bei dieser Gelegenheit wünschen wir Ihnen erholsame Feiertage und freuen uns auf ein Wiedersehen 2012!

 

Wie komplex ist Ihr Passwort? Sieht es vielleicht so ähnlich aus: “@C&-WKgesF”

Das im Beispiel gezeigte Passwort ist ziemlich komplex. Aber wie sicher ist es? Zugegeben, diese Phrase steht bestimmt in keinem Wörterbuch bzw. ist mit einigen Versuchen auch nicht schnell zu erraten. Doch wie schnell schafft es ein Computerprogramm dieses Passwort zu knacken?

Ein “Brute-Force” Programm bräuchte bei 500 Mrd. Versuchen in der Sekunde ca. 126 Tage um das Passwort zu knacken (siehe obige Grafik). Heutige Systeme schaffen ca. 100 Mrd. Versuche in der Sekunde. Bei der rasanten Entwicklung in der IT sind die 500 Mrd./Sek. aber sicherlich bald möglich.

10 Zeichen bestehend aus Zahlen + Groß/Kleinbuchstaben + Sonderzeichen sollten also reichen. Doch wer merkt sich das so einfach? Zum Vergleich: wie lange dauert es eine ganz normale Satzphrase zu knacken?

Im Beispiel verwenden wir das Passwort “mycompanyisthebest”. Nur Kleinbuchstaben, leicht zu merken – da tun auch die 18 Zeichen Länge nicht “weh”. Diese 18 Zeichen haben aber einen riesigen Effekt. Wie man sieht, würde es ca. 1 Million Jahre dauern dieses Passwort zu knacken! So lange wartet keiner… ;-)

Natürlich sind Passwörter mit Zahlen und Sonderzeichen bzw. Klein- UND Großbuchstaben bei gleicher Länge stärker. Ein ausreichend starkes Passwort hat aber mindestens 12 Zeichen.
Also lieber eine einfach zu merkende, individuelle Passwortphrase verwenden welche länger ist, als ein irre kompliziertes Passwort mit lediglich 10 Zeichen (oder weniger).

Leicht zu merken aber effektiv wäre beispielsweise: “SoeinleichtesPasswort!”

Fazit: längere Passphrasen mit etwas Fantasie sind ungleich mehr wert, als irre komplizierte Kennwörter welche zu kurz sind!

 

Kann es eine Firma verkraften, wenn langjährige Mitarbeiter kurzfristig ausfallen?

Nehmen wir einmal an, die Leiterin der Buchhaltung zu welcher alle finanztechnischen Fäden der Firma XY zusammenlaufen fällt aufgrund eines unglücklichen Unfalles für mehrere Wochen aus. Leider hatte sie keine wirkliche Vertretung, andere Mitarbeiter der Buchhaltung oder des Controllings hatten eigene Aufgaben. Möglicherweise passiert genau das zu einem ungünstigen Zeitpunkt (Jahresabschluss etc.)

Wie schnell könnte der Ausfall der Mitarbeiterin durch Workarounds kompensiert werden? Kann er das überhaupt in einer für das Unternehmen verkraftbaren Zeitspanne? Welche Konsequenzen hat es, wenn die Firma deswegen nachfolgende Ergebnisse nicht liefern kann?

Ein Beispiel von vielen, es gibt unzählige Unternehmensbereiche in welchen wichtige „Know-How Träger“ eine kritische Rolle im täglichen Geschäftsablauf einnehmen. (der „IT Wunderwuzzi“, die rechte Hand des Chefs, der fleißige Makler welcher alle Informationen bei sich behält uvm.) Gründe warum Know-How Träger plötzlich ausfallen gibt es viele: Krankheit, Unfall, Kündigung…

Viel zu selten denkt man über Konsequenzen nach, welche in einem solchen Problemfall auftreten können. Der tägliche Geschäftsbetrieb nimmt ohnehin fast jegliche verfügbare Zeit in Anspruch…

Vorsicht Falle!

So wie IT Systeme in einer entsprechenden Qualität VERFÜGBAR sein sollen bzw. müssen, so muss auch das firmenbezogene Know-How bei den jeweiligen Mitarbeitern/Lieferanten entsprechend verfügbar und abrufbar sein. IT Systeme können wenn notwendig redundant ausgelegt werden. Wissen der Mitarbeiter kann genauso „redundant“ verfügbar gemacht werden – zumindest zu einem Level, welcher den Ausfall eines Schlüssel-Mitarbeiters entsprechend kompensieren kann.

Unternehmens-relevantes Wissen auf mehrere Köpfe zu verteilen, ist mit ein wenig investierter Zeit relativ einfach. Aktuelle Dokumentation, regelmäßige Know-How Updates innerhalb des Teams bzw. verstärkte Kommunikation über kritische/wichtige Tätigkeiten und Abläufe fördern nicht nur das Verständnis innerhalb der Belegschaft, sondern entschärfen auch den Druck welcher durch Ausfall einzelner Schlüsselpersonen entsteht.

Wie so oft gilt auch hier: mit 20% Einsatz 80% Ergebnis erlangen. Ein guter Level an „Grundschutz“ ist auch im Informationsmanagement (das Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter) rasch und kosteneffizient machbar. Die richtige Methodik macht’s!

 

Nach längerer Zeit wieder mal ein wenig technisches:
Schnell mal auf die Firmendaten über das verbundene Server-Netzlaufwerk von unterwegs aus zugreifen – und wie oft habe ich mich selbst darüber geärgert, dass dies per VPN Verbindung so extrem langsam (wenn überhaupt) funktioniert!

Als jemand der nach Lösungen sucht wenn ein Problem auftritt, habe ich lange Zeit in Suchmaschinen und Foren verbracht um diesem Phänomen des langsamen Datenzugriffs über VPN auf die Schliche zu kommen. Mit mäßigem Erfolg! Irgendwann habe ich mich damit abgefunden, dass der Zugriff entweder gar nicht oder nur quälend langsam möglich war (oder ich alternative Wege gehen muss z.B. über RDP, FTP oä.)

Mittlerweile habe ich Abhilfe gefunden:

Wenn man über das Internet bzw. VPN auf die Firmendaten interner Server zugreift, bedient man sich (wie am Firmenstandort auch) oftmals an den verbundenen Netzlaufwerken. Bis zu inkl. Windows XP und Server 2003 R2 funktionierte dies mittels des “SMB1″ Protokolls. Dieses ist für interne LAN Kommunikation zwar ausreichend schnell, leider ist es für VPN bzw. Verbindungen mit höheren Latenzzeiten überhaupt nicht geeignet – siehe oben.

Ab Microsoft Server 2008 bzw. Windows Vista inkl. SP1 fand das Protokoll “SMB2″ still und heimlich Einzug. Dieses ist an vielen Stellen im Vergleich zu SMB1 optimiert bzw. stark verbessert worden. Wenn ich heute also auf meinem Windows 7 Rechner per VPN auf Firmendaten per Netzlaufwerk des internen MS Server2008 R2 zugreife, passiert das endlich in einer annehmbaren Geschwindigkeit mit der auch endlich sinnvoll gearbeitet werden kann – SMB2 machts möglich.

Um SMB1 bzw. eine etwas ältere Infrastruktur hinsichtlich dieses Szenario flott zu bekommen, gibt es durchaus Mittel und Wege. (WAN Optimization etc.) Die Frage ist nur, ob man diesen Aufwand in eine Infrastruktur stecken will welche wahrscheinlich ohnehin bald aktualisiert wird.

Mir wäre viel Ärger erspart geblieben, wenn dieser Artikel schon vor einigen Jahren in dieser Form verfügbar gewesen wäre: Wikipedia – SMB
Aber so ist das nun mal; manche Antworten lassen längere Zeit auf sich warten!

PS: für Linux Profis -> Samba 3.6 enthält mittlerweile einen stabilen SMB2 Stack

 

Der Herbst bringt viele aktuelle Themen an die Oberfläche und interessierte Zuhörer ins Auditorium.

Es ist wieder soweit, die Data Management GmbH lädt Sie am 03.10.2011 um 19:00 Uhr ein:

„EDV = Ende der Vernunft?! Die IT ist heutzutage der ständige Begleiter im Hintergrund. Doch wie abhängig sind wir mittlerweile davon?” – Impulsvortrag mit Diskussion und Beispielen aus der Praxis.

Weitere Informationen und Details zur Anmeldung gibt es HIER.

Der Vortrag wird in Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank Leonding und der Leondinger Wirtschaft (Galileo) realisiert.

 

Webseiten bzw. jegliche Webportale welche hinsichtlich des Datenverkehrs abgesichert werden sollen, bedienen sich dafür an Zertifikaten. Diese schützen die Verbindung zwischen Client und Server mittels HTTPS. Sie als arbeiten sicher täglich damit und es ist Ihnen evtl. schon hin und wieder aufgefallen.

Solch Zertifikate kann man selbst generieren, allerdings erscheint im Browser dann die Nachricht, dass das vom Server bereitgestellte Zertifikat nicht verifiziert werden konnte. Für den User etwas ärgerlich bzw. aus technischer Sicht teilweise bedenklich.

Offizielle Zertifikate, damit sowas nicht passiert, kauft man beispielsweise bei VeriSign, Thawte oä. Die Kosten für ein Serverzertifikat sind durchaus erwähnenswert bzw. kann es je nach Typ teuer werden.
Für Betreiber von beispielsweise kleinen Foren ist oft nicht das Geld da, um in solche Sicherungsmaßnahmen zu investieren. Somit melden sich, um beim Foren Beispiel zu bleiben, die Foren-User ungesichert über http an. Tür und Tor für einen evtl. “Lauschangriff” sind somit weit geöffnet. Das muss nicht sein:

StartSSL bietet kostenlose „Einsteigerzertifikate“ an! D.h. Sie können sich dort registrieren und wenn Sie Inhaber einer Domain sind, können Sie sich dafür Web- und/oder E-Mail Zertifikate generieren, welche von den Webbrowsern als gültig erkannt werden. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, je nach Anforderung, seine Identität bei der Registrierungsstelle zu belegen um damit erhöhte Validierung bzw. entsprechend erweiterte Zertifikate zu erhalten. Dieser Service kostet dann allerdings etwas, im Vergleich zu anderen „Zertifikatsherstellern“ sind diese aber immer noch sehr günstig!

StartSSL ist ein seriöses Angebot einer israelischen Firma, auch wenn die Einsteigerzertifikate, welche in vielen Fällen ausreichend sind, kostenlos angeboten werden! Datasec nutzt den Service selbst um so die Vielzahl der Firewall Zugriffsportale uä. mittels offiziellen Zertifikaten abzusichern.

Die Einrichtung von Zertifikaten ist allerdings nicht allzu trivial – wer in seiner Funktion als Administrator noch nie damit gearbeitet hat wird anfangs etwas ratlos sein. Natürlich unterstützen wir Sie dabei, Zertifikate richtig einzusetzen.

 

Eine für seine Ansprüche entsprechende Sicherung (sprich Backup) zu haben bzw. regelmäßig durchzuführen ist unabdingbar. Lösungen gibt es viele, aus dem Wald an Möglichkeiten gilt es, die für den Bedarfsfall richtige Lösung zu finden.

Es treten Fragen auf wie:

- welche Daten gehören eigentlich gesichert
- wie oft sollten diese gesichert werden
- sollten nicht nur Daten sondern auch Programme bzw. die benötigte Infrastruktur „gesichert“ werden
- können gesicherte Daten rasch wiederhergestellt werden
- wer hat Zugriff auf gesicherte Daten
- werden verschiedene Versionsstände benötigt (Archivierung)
- etc.

Hat man die wichtigsten Antworten auf die Frage der richtigen Sicherungsstrategie, gibt es grob gesagt zwei Möglichkeiten: Online Backup bzw. Offline Backup.
Online Backups sind, aus Sicht der Konnektivität, vereinfacht gesagt immer verfügbar. Beispielsweise in Form von NAS Geräten oder eines gespiegelten SAN Storage. Der Zugriff darauf ist sofort und schnell möglich. Der Standort kann im selben Serverraum, in einem Nebengebäude oder ganz woanders sein (Internet – siehe Cloud). Solange die Geräte bzw. Systeme „online“ sind, hat man auch Zugriff auf die Inhalte sprich gesicherten Daten.

Offline Backups sind Datensicherungen, welche auf portablen Medien gespeichert sind. Den Klassiker bilden Sicherungsbänder, aber auch USB Festplatten. Die Kapazität ist hier naturgemäß beschränkt, die Zugriffszeiten erhöht.

Was ist nun „besser, moderner, schneller“?
Beides macht Sinn. Für die rasche Sicherung von Datenbeständen bieten sich Disk Storage Systeme an. Diese sind fix in die Infrastruktur eingebunden und bieten leistungstechnisch sehr schnellen Zugriff und niedrige Sicherungs- bzw. Wiederherstellungszeiten.
Da diese Systeme allerdings immer online sind besteht das Risiko, dass bei Problemen auf den Produktivsystemen eventuell auch die Backupsysteme betroffen sind. Logische Fehler von IT Systemen, Viren/Würmer oder Angreifer (ob von intern oder extern) machen auch vor Backup Systemen nicht halt, solange diese online bzw. verfügbar/erreichbar sind. So kann es passieren, dass das teuer gekaufte, zusätzliche Storage auf welchem die Produktivdaten 1:1 gespiegelt werden bei einem Fehler des Hauptsystemes mit ausradiert wird (alles schon gehabt) – natürlich gibt es auch hier Mittel und Wege, diese Risiken etwas zu minimieren (zeitversetzte Replikate, alternative Zugangsdaten für Backup Storagesysteme etc.)

Offline Backups als „Zusatzversicherung“ zu online Backups machen auf jeden Fall Sinn. Wenn der gesamte Datenbestand des Unternehmens auch nur einmal pro Woche z.B. am Wochenende auf Band geschrieben wird, so ist der Inhalt auf Band – solange die Bänder sicher gelagert werden – auch dann noch verfügbar, wenn sämtliche IT Infrastruktur wegen XY quasi ausgelöscht wird.

Für Wiederanlaufszenarien bieten sich online Backups an, da eine schnellere Wiederherstellungszeit ganzer Server Systeme realisiert werden kann. Zur langfristigen Archivierung bzw. zusätzlichen Sicherung der wichtigen Firmendaten sind regelmäßige Sicherungen auf Band (oder entsprechende portable Datenträger) nach wie vor eindringlich zu empfehlen.

 

Gehen wir davon aus Ihre Firma besitzt einen Plan zur Behebung bzw. Wiederanlauf im Falle eines “Desasters”. Fachlich sprechen wir in diesem Bereich von “Business Disaster Recovery” bzw. “Business Continuity Management”.

Ein Desaster kann viele Gründe haben und verschiedene Ausmaße annehmen. Wichtig ist, zu wissen, wie die notwendigen IT Services nach einem “Katastrophenfall” wiederhergestellt werden können. Normalerweise geht man davon aus, dass nach einer Katastrophe oder dem eingetretenen Desaster, die Umgebung in welcher man das “Disaster Recovery” ausführt wieder weitgehend stabil ist und die Recovery Schritte entsprechend durchgeführt werden können.

Was aber passiert, wenn es “Nachbeben” gibt, welche den Recovery Prozess empfindlich stören oder wieder auf Null zurücksetzen? Kann der Wiederherstellungsprozess wieder angestartet werden oder könnte dieser durch unvorhergesehene Nachfolgeprobleme geschädigt werden (und somit das Recovery unmöglich machen?)

Wie so oft gilt, dass man nicht für alle möglichen Szenarien einen 100%igen Plan haben kann. Aber, man kann sich Gedanken darüber machen und verschiedene Szenarien rasch (im Kopf) skizzieren. Viele große Stolpersteine fallen einem alleine durch dieses einfache “sich Gedanken machen” schon auf.

Verlassen Sie sich als Verantwortlicher im Unternehmen nicht darauf, dass Ihre IT bzw. deren Betreuer Ihre Anforderungen (vor allem hinsichtlich Wiederherstellbarkeit im Schadensfall) genau kennen. Stellen Sie lieber zuviele Fragen, als die Ungewissheit im Raum stehen zu lassen. “Schlafende Hunde” weckt man viel eher durch das Ignorieren schwelender Konflikt- bzw. Problempotentiale als durch konkretes nachfragen.

 

Viele, wenn nicht alle von uns sind auf der Suche nach dem günstigsten Angebot für unsere konkreten Bedürfnisse. Günstig bedeutet, ein gutes Preis/Leistungsverhältnis zu erhalten.

“Teuer = am Besten” gilt (leider?) schon lange nicht mehr. Umgekehrt gilt “Billig = Ramsch” in den allermeisten Fällen aber nach wie vor!

Unsere langjährige Erfahrung im Umgang mit Unternehmens-IT hat uns immer wieder bewiesen, dass vor allem der Kauf von vermeintlich günstiger Hardware zwar in der Investition billig scheint, die Nachfolgekosten den Einkaufswert aber in die Höhe treiben. Vom Ärger und anderen negativen Auswirkungen sprechen wir hier noch gar nicht. Was erwartet man beispielsweise von einem Produkt, welches im Vergleich zum Mitbewerb um 50% billiger ist?
Teuer ist nicht immer gut, aber wenn ein Hersteller gutes Geld für seine Produkte verlangt, so hat das oft einen Grund. Qualitative Bauteile, Entwicklungskosten, Know-How und guter Support wollen finanziert werden. Kann das ein anderer Hersteller bieten bzw. wiederrum seine Kosten abdecken indem er die Produkte zum niedrigen Preis rausschleudert? Diese Frage ist selbst rein logisch betrachtet mit nein zu beantworten.

Es gibt die sprichwörtlichen “Schnäppchen”, auch in der IT. Aber man muss sich mit der Materie auskennen, muss wissen welchen Bedarf man genau hat um so das für sich günstigste (nicht billigste) Angebot herauszufiltern.

Höherpreisig ist leider keine 100%ige Garantie: Auch teure Hardware kann vorzeitig den Geist aufgeben und so manch billige Ausstattung läuft vielleicht Jahre ohne Probleme. Diese Fälle würden wir aber in die Kategorie “Glück und Zufall” (bzw. Pech?) geben. Die Wahrscheinlichkeit spricht eine andere Sprache:
Haben Sie schon mal von MTTF (Mean Time to Failure) gehört?

Grundsätzlich gilt: wer Ramsch in Form von billiger Hardware kauft, wird Ramsch erhalten und sich dementsprechend selbst Ärger bereiten und schlimmer noch, im eigenen Unternehmen Ausfallszeiten generieren; und das mit Anlauf! Die “Schnäppchen” gibt es, auch in der IT. Diese zu finden ist für Laien aber schwierig.

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